Warendorfer Frühlingslichter © Münsterland e.V.
Zum Jubiläumsjahr
Warendorfer Frühlingslichter

Warendorfer Frühlingslichter

von Ela Dziegiel am 13.02.2026
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Wo Geschichte leuchtet und das Pferd im Mittelpunkt steht

Nach dem Mittagessen machte ich mich mit Laura auf den Weg nach Warendorf. Unser Ziel: die Warendorfer Frühlingslichter im NRW Landgestüt. Schon der Name klang märchenhaft. Aber schnell kam die Frage auf: Frühlingslichter im Februar – mitten im Winter? Wie passt das wohl zusammen?

Wir parkten ganz entspannt in der Nähe. Ein paar Schritte später standen wir bereits vor dem historischen Gestütsgelände. Alte Backsteingebäude, große Bäume, eine grüne Wiese und dieser ganz besondere Charme, den manche Orte im Münsterland mit sich bringen.

Bei der offiziellen Eröffnung hörten wir persönliche Worte, unter anderem vom Bürgermeister. Dabei wurde spürbar, welche Bedeutung das Landgestüt für Warendorf hat. Nicht ohne Grund gilt die Stadt als Stadt des Pferdes. Seit zwei Jahrhunderten prägt das NRW Landgestüt die Pferdezucht, den Sport und die Tradition weit über die Region hinaus.

Es war also nicht irgendein Event, sondern der Auftakt zu einem besonderen Jubiläumsjahr: 2026 feiert das NRW Landgestüt sein 200-jähriges Bestehen und die Frühlingslichter bilden den leuchtenden Start in ein Festjahr im Zeichen von Land, Menschen und Pferden.

Warten auf die blaue Stunde

Die eigentliche Magie begann aber erst mit Einsetzen der Dunkelheit. Wir ließen uns ein bisschen Zeit und schlenderten über das Gelände und beobachteten, wie das Licht langsam intensiver wurde. Die Farben gewannen an Kraft und die Konturen der Gebäude traten deutlicher hervor.

Und dann war sie da: diese besondere Stimmung, wenn der Himmel tiefblau wurde und die ersten Installationen richtig zu strahlen begannen.

Licht, Musik und große Momente © Münsterland e.V.

Licht, Musik und große Momente

Empfehlen kann ich euch die Spring Show, die stündlich ab 18.30 Uhr stattfindet. Eine Lichtshow, begleitet von Musik, die die historischen Mauern immer wieder in neue Farben taucht. Für ein paar Minuten bleibt man einfach stehen und vergisst die Kälte.

An diesem Abend wurde deutlich, wie viel Atmosphäre Licht schaffen kann. Zwischen altem Baumbestand und ehrwürdigen Gebäuden entstand eine Welt aus Farben, Spiegelungen und kleinen Überraschungen.

Meine Highlights

Ein paar Installationen blieben mir besonders im Gedächtnis:

  • Der Neon Tunnel: Neonbänder in kräftigen Farben setzen hier einen modernen Akzent und bringen beim Lächeln selbst die Zähne zum Strahlen.
  • Die Blumenwiese: Eine Wiese unter anderem aus beleuchteten Tulpen, die Vorfreude auf den Frühling weckt.
  • Der magische Wald: Schimmernde Diskokugeln und Bilderrahmen hängen zwischen den Ästen und lassen bei Bewegung neue Effekte entstehen. Wer genau hinschaut, entdeckt dort auch ein sprechendes grünes Waldmonster, das besonders die kleinen Gäste begeistert.

Und mein persönliches Highlight? Ganz klar die Umbrella Street. Über unseren Köpfen schwebten bunte Regenschirme, stimmungsvoll beleuchtet. Das Ganze erinnerte mich sofort an das Viertel Poble Espanyol in Barcelona, wo ich einmal durch eine ähnlich geschmückte Gasse gelaufen bin. Es ist einer dieser Orte, an denen man automatisch stehen bleibt und natürlich Fotos macht.

Die Umbrella Street © Münsterland e.V.

Perfekt für einen besonderen Winterabend

Schnell wurde uns klar: Das ist eigentlich der perfekte Tipp für einen kleinen Abendausflug. Die Atmosphäre ist ruhig und gleichzeitig lebendig. Man schlendert mit der Familie oder eben mit der besten Freundin durch Lichter und Farben.

Zum Abschluss holten wir uns noch etwas zu essen. Es gibt verschiedene Essensstände, unter anderem mit Crêpes sowie heißen und kalten Getränken und weiteren Leckereien. Mit einem warmen Getränk in der Hand lässt es sich wunderbar zwischen den Lichtinstallationen verweilen.

Unser Fazit: Selbst ein dunkler Winterabend im Münsterland kann plötzlich ganz hell werden.

Ein leuchtender Start ins Jubiläumsjahr

Die Warendorfer Frühlingslichter laufen vom 9. bis 22. Februar 2026 täglich von 17:30 Uhr bis etwa 22 Uhr. Der Eintritt ist kostenfrei und lädt dazu ein, den Abend auf dem Gestütsgelände zu genießen. Sie markieren den Beginn eines Festjahres, in dem das NRW Landgestüt sein 200-jähriges Bestehen feiert, mit Fachveranstaltungen, Begegnungen rund ums Pferd, kulturellen Highlights und einem großen Festwochenende im Sommer.

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Ela Dziegiel

Über Ela Dziegiel

Ich bin Ela und lebe seit meiner Kindheit im schönen Münsterland. Auch wenn ich zwischenzeitlich für kurze Zeit ein paar Kilometer weitergezogen bin, hat sich mein Lebensmittelpunkt doch immer hier abgespielt.

Besonders schätze ich, wie vieles hier direkt vor der Haustür liegt: Natur, Veranstaltungen, besondere Orte und immer wieder neue Möglichkeiten, spontan etwas zu erleben und zu entdecken. Mein liebster Moment? Bei schönem Wetter draußen im Grünen unterwegs sein, die Sonne im Gesicht spüren und sich bewusst eine kleine Auszeit vom Alltag gönnen.

Für den MünsterlandBlog schreibe ich, weil Erlebnisse für mich zu den wertvollsten Geschenken gehören. Sie schenken gemeinsame Zeit, echte Begegnungen und bleibende Erinnerungen. Oft sind es die kleinen Dinge, die sich wie die größten anfühlen, etwa ein Ausflug, ein besonderer Abend oder ein Moment voller Leichtigkeit. Genau diese Augenblicke möchte ich so einfangen, dass ihr beim Lesen eintaucht und sie ein Stück weit selbst erlebt.

Beruflich bin ich beim Münsterland e.V. im Veranstaltungs- und Projektmanagement tätig. Dort begleite ich unter anderem das Picknick-Projekt sowie die Pferderegion. Beide Themen zeigen auf ihre ganz eigene Weise, wie vielfältig und besonders unsere Region ist.

Ich freue mich darauf, euch die kleinen und großen Besonderheiten des Münsterlandes näherzubringen.

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